Österreich

Wachau

Die Wachau, im Herzen Niederösterreichs, ist eine der ältesten Kulturlandschaften Europas. Die erste Erwähnung der Wachau geht auf eine Karolinger-Urkunde aus dem Jahre 823 zurück, die von einer Landschaft mit dem Namen "Uuachauua" spricht. Das enge Tal mit seinen steilaufragenden Rebbergen entlang der Donau ist nur 33 Kilometer lang, das gesetzlich geschützte Weinbaugebiet lediglich 15 Kilometer lang. Die Pforte zum Westen bildet das imposante Benediktinerstift Melk, im Osten wird die Wachau durch die über 1.000 Jahre alte Stadt Krems begrenzt. Die Wachau liegt im Einflussbereich verschiedener Klimazonen: Westlich-atlantische Luftmassen treffen auf warme, kontinentale Klimaströme, die von Osten aus der pannonischen Tiefebene einfließen. Ihr Kontinentalcharakter (heiße, trockene Sommer - strenge Winter) wird durch die temperaturausgleichende Wirkung der Donau gemildert. Die große Wasseroberfläche reflektiert außerdem das Sonnenlicht und fördert die Zuckerbildung in der Traube durch Photosynthese. Kleinklimatische Faktoren, z.B. die kühlen Fallwinde und die würzige Waldluft von Norden, verstärken die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht besonders in den Wochen vor der Ernte und fördern die Aromabildung. Die "kühle" Frucht und die Exotik der Wachauer Weine sind das Resultat aus diesem speziellen Klimamix.