Spanien

La Mancha

La Mancha ist mit 193.000 Hektar Rebfläche im D.O.-Bereich das größte Weinbaugebiet Spaniens bzw. der Welt. Weitere Rebflächen (bis zu 400.000 Hektar) sind den Land- und Tafelweinen vorbehalten. Allein 100.000 Hektar der D.O.-Fläche ist mit Airèn bestockt. Heute werden aber zunehmend die internationalen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Sauvignon Blanc ausgepflanzt. Tempranillo (hier: Cencibel) ist die Rebsorte, die auch in La Mancha, im Herzen Spaniens die besten Weine entstehen lässt. Das Kontinentalklima ist extrem: Im Sommer oft über 40 Grad Celsius und im Winter Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt bei einer Niederschlagsmenge von durchschnittlich 375 mm pro Jahr. Die Planzdichte von 1.200 bis 1.600 Reben/ha und die Ertragsmenge von lediglich 20-25 hl/ha sind eine Folge der großen Trockenheit. Die südlichen Hochebenen auf denen der Weinbau stattfindet, liegen über 700 m über dem Meeresspiegel. Die Böden sind von einer sand, kalk- und tonhaltigem Textur geprägt und dürfen seit neuestem bewässert werden (Tröpfchenbewässerung). Dies und andere moderne Weinbautechniken haben den Weinen neues Leben eingehaucht und sie auf den internationalen Märkten bekannt gemacht. La Mancha ist nun in der Lage, anspruchsvolle Weine in großen Mengen zu einem beachtenswert günstigen Preis zu produzieren.